Kindle Fire HD und iPad App: eBooks leihen mit Skoobe

skoobe-logo
Gute Bücher günstig leihen – dafür stand bisher die Stadtbibliothek. Jetzt geht das auch elektronisch. Der Platzhirsch unter den eBook-Anbietern Amazon bietet „Prime“-Kunden bereits eBooks zum Leihen an – maximal ein Buch im Monat und auch nur eBooks, die exklusiv bei Amazon gelistet sind. Aktuelle Bestseller? Fehlanzeige. Wie kommt man also günstig an gute, aktuelle Bücher aus dem Angebot der großen deutschen Verlage? Die Antwort lautet: Skoobe, ein Gemeinschaftsprojekt des Medienhauses Holtzbrinck und des größten Verlagshauses der Welt, Random House (Bertelsmann).

skoobe-scifi

Skoobe App: Übersicht SciFi (Kindle Fire HD)

Skoobe bietet große Teile des Programms von bekannten deutschen Verlagen wie etwa Heyne (Stephen King), Blanvalet (Diana Gabaldon), Goldmann (Shades of Grey) oder Rowohlt (Simon Becket); Titel von Autoren wie Stieg Larsson, Tom Glancy oder Joy Fielding; Buchreihen wie etwa Perry Rhodan oder Jerry Cotton. Viele Titel, die aktuell in der Spiegel Bestsellerliste stehen, findet man auch bei Skoobe. Nicht alle. Aber viele!
Skoobe selbst gibt die Menge verfügbarer Leihtitel mit „tausende“ an; aktuell am 7.3.2013 sind es beispielsweise 1.526 in „Gegenwartsliteratur“, 1.192 in „Thriller“, 553 in „Science Fiction“, 727 in „Erotik“, 790 in „Politik & Gesellschaft“, 643 in „Lebenshilfe & Psychologie“ und 384 in „Kinderbücher“. Insgesamt ein Angebot, bei dem manche Leihbücherei erblassen würde. Diese Woche kamen 93 neue Titel dazu.

Wie funktioniert Skoobe? Beim aktuell (März 2013) noch verfügbaren „Startangebot“ sieht das so aus: maximal fünf Bücher gleichzeitig ausleihen, maximal 30 Tage Zeit zum Lesen ohne Internetverbindung und drei Geräte gleichzeitig. Bei mir sind das: mein iPad, mein iPhone und mein Kindle Fire.
Gefällt Ihnen ein Buch nicht: einfach zurückgeben und ein neues holen. Sie können unbegrenzt viele Bücher ausleihen und lesen, solange es nicht mehr als fünf gleichzeitig sind.
Und was es kostet? Beim „Startangebot“ aktuell 9,99 € im Monat. Weniger, als jedes dieser Bücher einzeln durchschnittlich im Shop kosten würde.

Skoobe-App: Übersicht Belletristik

Skoobe-App: Übersicht Belletristik (Kindle Fire HD)

Die Navigation in der App funktioniert gut bis mittelprächtig; gibt man etwa „Heyne“ im Suchfeld an, um sich das aktuelle Verlagsprogramm zu holen, bekommt man auf dem iPad ein Buch von Felicitas Heyne aus dem Goldmann Verlag angezeigt. Ein Minuspunkt.
Auch fehlt eine „echte“ Bestsellerliste; Die App bewertet nur Bewertungen der Skoobe-Kunden. Beispielsweise steht „Im Tal des Fuchses“ von Charlotte Link bei Weltbild heute auf Platz 7 der eBook-Bestsellerliste. In der Skoobe App muss man nach diesem Titel dezidiert suchen. Kein Problem hat man natürlich, „Shades of Grey“ oder die Nachfolger-Peitschenromanze „Crossfire“ zu finden. Die sind „meistgelesen“, nicht nur bei Skoobe.

Der Leihvorgang funktioniert sehr glatt: Buch anwählen, „Ausleihen“ antippen und schon ist es da.
Der eReader braucht sich vor dem Vorbild „Kindle“ nicht zu verstecken. Die Darstellung ist gut, das Silbentrennungsprogramm funktioniert aus meiner Sicht einen Tick besser und allgemeine Funktionen wie Schriftvergrößerung, Nachtmodus oder Dimmen der Hintergrundbeleuchtung sind vorhanden.

Skoobe Reader (Kindle Fire HD)

Skoobe Reader (Kindle Fire HD)

Ähnlich wie Amazon mit seinem Kindle bietet auch Skoobe einen geräteübergreifenden Abgleich der Lesezeichen an: Sie können auf dem Kindle Fire loslegen, später in der U-Bahn auf dem Smartphone weiterlesen und nachmittags das iPad anwerfen. Ihr Lesefortschritt wird stets aktualisiert.

Für das iPad holen Sie sich die App bequem und gratis über den Appstore; beim Kindle HD funktioniert das genauso glatt über den Amazon Store, einfach nach „Skoobe“ suchen. Beim ersten Start auf dem Kindle Fire zeigte die App auf meinem „Fire“ längere Zeit das kreisende „Aktualisierungs“-Rädchen an; App geschlossen und neu gestartet, und alles war gut.

Die Skoobe App verlangt nach einer Anmeldung. Sie müssen sozusagen einen „Leihausweis“ beantragen. Dazu lenkt die App Sie auf das Internet; da das Angebot nach den 14 Tagen Probezeit kostenpflichtig ist, sollten Sie eine Kreditkarte oder die Nummer Ihres Bankkontos für eine Lastschrift bereithalten. Um in den Genuss des Starterpaketes zum vergünstigten Monatspreis zu kommen, klicken Sie hier oder unten in der Linkliste.
Nach Ablauf des „Starterpaketes“ werden Neukunden statt 9,99 € dann 14,99 € für diese Leihbücherei zahlen; der günstigste Tarif wird dann „Skoobe Basic“ um 9,99 sein, bei dem Sie maximal drei Bücher gleichzeitig ausleihen können – und zum Lesen auch stets eine Internetverbindung brauchen.

Mein Fazit: Skoobe ist für Vielleser durchaus unverzichtbar – und für Gelegenheitsleser bereits echte Geldersparnis.
Bevor Sie ein Buch im iBookstore oder dem Kindle kaufen, sollten Sie stets bei Skoobe prüfen, ob Sie das Buch nicht auch leihen können.
Schon bei einem Buch pro Monat haben Sie bei einem Monatspreis von 9,99 bereits gespart, denn die bei Skoobe angebotenen Verlagsbücher kosten einzeln im seltensten Fall weniger als zehn Euro in den Online Shops der eBook-Händler.

Hier finden Sie die Skoobe App im iTunes-Store für iPad und iPhone
Hier finden Sie Skoobe für Android bei Google Play
Für Kindle Fire geben Sie auf dem Gerät selbst im Appstore „Skoobe“ im Suchfeld ein
Hier finden Sie weitere Infos zu Skoobe: skoobe.de

Bewerten Sie diesen Artikel: Bewerten Sie diesen Artikel: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (11 Stimmen, Durchschnitt: 3,73 Sterne von 5)

Loading...

, , , ,

6 Responses to Kindle Fire HD und iPad App: eBooks leihen mit Skoobe

  1. Dimitri 7. März 2013 at 22:27 #

    Und die Onleihe lohnt sich schon bei 2 – 3 Büchern im JAHR! weil man dort die Bücher günstiger leihen kann.
    Mit Skoobe kann man nur auf Android, iOS Tablets lesen oder am PC.
    Es werden keine E-Ink Reader unterstützt.
    Für manche könnte Skoobe interessant sein, die anderen sollten sich mal die Onleihe ansehen.
    Nutzbar auf allen Adobe DRM Geräten, Tablets, Smartphones…

    • Johannes Zum Winkel 8. März 2013 at 08:21 #

      Hallo Dimitri, „Onleihe“ ist sicherlich ein interessantes Projekt der Bibliotheken – und wenn sich dieses System mal richtig etabliert hat, ist es auch eine eine gute Alternative. Da aber die Verleihzeiten sehr variieren (teilweise nur 7 Tage!), das Angebot von Bilbiothek zu Bibliothek sehr unterschiedlich ist und das System noch ziemlich verwickelt ist (Adobe DRM, komplexe Verwaltung über PC etc.) dürfte Onleihe für Menschen mit geringer Technikaffinität eine ziemliche Herausforderung darstellen – dazu muss man ja nur einen Blick in das Hilfeforum der Onleihe werfen.

      • Wolfgang 10. März 2013 at 20:38 #

        Hallo Johannes zum Winkel, ich kann dir nicht ganz zustimmen. Die Leihfrist beträgt bei einigen Bibliotheken tatsächlich nur 7 Tage, aber auch bis zu vier Wochen. Nach den Beiträgen im dortigen Forum zu urteilen, ist die längere Frist verbreiteter.

        Der Hauptvorteil bei der Onleihe ist für mich die Bücher auf einem echten eReader lesen zu können, was ich als sehr angenehm empfinde.

        Du schreibst „komplexe Verwaltung über den PC“. Das kann ich nicht nachvollziehen. Einzig Adobe Digital Edition (ADE) muss installiert werden und eine AdobeID registriert werden (funktionierte bei mir als Techniklaien problemfrei). Ist das geschehen lade ich über die Webseite die eBooks (Download-Button) und sie werden direkt in ADE geöffnet und von dort automatisch auf meinen Reader übertragen, sobald dieser angeschlossen ist. Eine Einrichtung dieser Übertragung war bei mir dazu nicht nötig. Ich empfinde das nicht als kompliziert. Leihe ich die eBooks mit der App der Onleihe auf dem Tablet oder Smartphone, lade ich sie über die App herunter und sie werden automatisch in ein Leseprogramm importiert. Ist kein geeignetes vorhanden wird eine Installation eines solchen angeboten. Auch dies empfinde ich nicht als kompliziert, sondern sehr benutzerfreundlich gelöst. Als angenehm empfinde ich ebenfalls, dass beim Lesen keine Internetverbindung mehr nötig ist.

        Vielleicht ist für dich und auch andere Skoobe eine gute Möglichkeit Bücher auszuleihen, für andere wird die günstige Onleihe die bessere Alternative sein, trotz mancher Nachteile derselben.

        Tatsächliche Nachteile der Onleihe sind z.B., dass nur soviel eBooks vorhanden sind, wie die Bibliothek eingekauft hat. Das heißt, wie auch sonst in der realen Bibliothek, entstehen bei beliebten Büchern Wartezeiten und müssen bestellt/reserviert werden. Dementsprechend wird auch das Angebot je nach Bibliothek schwanken von sehr umfangreich bis minimale Auswahl an Büchern.

        Und wer Mitglied einer Bibliothek ist, die der Onleihe angehört, muss dafür keine zusätzlichen Gebühren zahlen, kann es also gefahrlos ausprobieren.

  2. Dimitri 11. März 2013 at 12:15 #

    Ich schließe mich Wolfgang an.
    Die Benutzung ist genauso einfach oder kompliziert wie ein eBook bei Thalia oder anderswo zu kaufen und auf den Reader zu übertragen.
    Die meisten Probleme im Forum wären nicht entstanden, wenn die Betreffenden vorher die Anleitung gelesen hätten. Vieles ist auch aus der ePaper Ecke (PDFs mit Adoby LiveCycle) oder aus der Hörbuch Ecke (WMA Dateien mit DRM 10).
    Die Ausleihfristen sind meistens 2 – 3 Wochen.

    Es soll keine Kritik an Skoobe generell sein. Für manche ist es bestimmt eine gute Alternative.
    Ich verstehe nur nicht, warum du Skoobe so in den Himmel lobst, ohne auf die Alternativen hinzuweisen.

    Sogar die Kindle Leihbücherei hat ihre Vorteile.
    Ein nüchterner Vergleich wäre daher angebracht, mit Vor- aber auch Nachteilen.
    Nur so kann jeder das System für sich heraussuchen, welches einem am bestem zusagt.

    • Johannes Zum Winkel 11. März 2013 at 12:33 #

      Hallo Dimitri, Du hast völlig recht – ein Vergleich der Leihmöglichkeiten für eBooks wäre wirklich eine gute Idee. Selbstverständlich hat jedes System seine Vor- und Nachteile … bei Skoobe ist der Preis höher und die Anzahl der Titel ist auf bestimmte Verlage beschränkt – dafür ist das Handling extrem bequem und es gibt kaum Einschränkungen bei der Verleihmenge; bei Amazon ist es günstiger, dafür ist die Verfügbarkeit von Titeln auf das Select-Programm und zur Zeit sehr wenige ausgewählte Verlagstitel beschränkt und man kann nur ein Buch im Monat ausleihen; und die Onleihe ist sehr günstig, erlaubt eReader und variiert sehr von Bibliothek zu Bibliothek.
      Auf appyness beschreibe ich reine iPad- und Kindle Fire Apps; der richtige Platz für eine Übersicht inklusive offener Diskussion zu dem Thema wäre sicher xtme.de. Das werde ich mal angehen.

  3. Dimitri 15. März 2013 at 14:53 #

    Danke Johannes, das wäre schön.

    Der letzte Vergleich der Systeme ist schon etwas älter. Seit dem hat sich so einiges getan.
    Ich bin mit der Onleihe sehr zufrieden.
    Jeder Nutzer hat jedoch (natürlich) verschiedene Anforderungen.
    Deswegen halte ich ein Vergleich der Vor- und Nachteile für sinnvoll.

    Ich bin mir nicht sicher, ob xtme dafür die richtige Seite wäre, weil die „Kunden“ doch Kindle lastiger sind. Wer jedoch auf dem Tablet liest, könnte auch alle drei Anbieter nutzen. Die Seite würde jedoch viele Menschen erreichen.

    Die Vergleiche die ich kenne, sind
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/e-books-flatrate-skoobe-a-821881.html
    http://www.computerbild.de/artikel/cb-Tests-Handy-Apps-Skoobe-Die-eBook-Flatrate-fuer-Leseratten-7465951.html/
    http://zukunftswerkstatt.wordpress.com/2012/04/11/skoobe-vs-onleihe/

    Da sie nicht aktuell sind, sind die Artikel mehr als Richtwert, und nicht als Vergleich anzusehen.

Schreibe einen Kommentar

Spambekämpfung: *

© 2014 Johannes Zum Winkel Kreativberatung